Platz lassen

Nehmen wir Raum nicht ein, findet Platz, was vorher erdrückt wurde.

Was werden wir mit Freude hinter uns gelassen haben?

Ob Redezeit, Wohnungsgrösse oder Aufmerksamkeit: im alten System ist es Gang und Gäbe, so viel Raum einzunehmen wie möglich. Alles, was in diesem Wettbewerb nicht mitmachen kann, bleibt aussen vor. Was, wenn wir genau das brauchen, das so keinen Platz findet?

Welchen Raum können wir übergeben? Überlassen wir die Entscheidung anderen, entsteht Platz für unterschiedliche Familienbedürfnisse#5. Lassen wir auch Platz für vermeintliches Unkraut#39, haben auch wir weniger Stress. Bekommen geflüchtete Menschen Redezeit#67, lernen wir etwas über Systemrelevanz. Wird nicht jede Fläche verbaut#81, entsteht ein Gemeinschaftsprojekt. Wenn wir die gewohnten Konflikte nicht austragen, entsteht Raum für neue Themen#78.

Um zu merken, wie viel Platz wir eigentlich einnehmen, hilft es, unsere Krone abzulegen. So finden wir vielleicht raus, wo die echten Bedürfnisse liegen. Sprechen wir an, wenn sich jemand zu viel Platz nimmt, schützen wir alle anderen. Wie bei allem anderen, das begrenzt ist, gilt auch beim Raum: teilen ist effizienter als horten.

Fallen euch dazu Ideen, Geschichten, Forschung, Kritik ein?

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